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BERLIN. Nicht nur Erwach­se­ne küm­mern sich um pfle­ge­be­dürf­ti­ge Ange­hö­ri­ge. Laut einer Stu­die ver­sor­gen deutsch­land­weit rund 230.000 Kin­der und Jugend­li­che regel­mä­ßig ihre Eltern oder Geschwis­ter. Um die­se jun­gen Men­schen zu unter­stüt­zen, hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend (BMFSFJ) ein neu­es Pro­jekt ins Leben geru­fen. Das Ange­bot “Pau­sen­tas­te – Wer ande­ren hilft, braucht manch­mal sel­ber Hil­fe” rich­tet sich an Kin­der und Jugend­li­che, die sich um ihre Fami­lie küm­mern. Dar­auf weist jetzt die CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann hin. Con­ne­mann erklärt: “Jun­ge Leu­te mit Pfle­ge­ver­ant­wor­tung leis­ten Außer­ge­wöhn­li­ches. Für Hob­bies, Freun­din­nen und Freun­de bleibt oft wenig Zeit. Wie selbst­ver­ständ­lich küm­mern sie sich um den Haus­halt oder um jün­ge­re Geschwis­ter. Wir müs­sen dafür sor­gen, dass die­se jun­gen Hel­den mit ihren Sor­gen und Ängs­ten nicht allei­ne daste­hen. Des­halb müs­sen auch sie die Mög­lich­keit haben, zwi­schen­durch die “Pau­se­tas­te” zu drücken.”

“Pau­sen­tas­te” ist ein anony­mes Hot­line- und E‑Mail-Ange­bot. In Koope­ra­ti­on mit der ‚Num­mer gegen Kum­mer” bie­tet es Hil­fe­stel­lung in belas­ten­den Situa­tio­nen. Damit ist es das ers­te Unter­stüt­zungs­an­ge­bot auf Bun­des­ebe­ne für pfle­gen­de Kin­der und Jugend­li­che. Con­ne­mann erklärt: “Der Bund will Kin­der und Jugend­li­chen in schwie­ri­gen Situa­tio­nen zur Sei­te ste­hen. Auch star­ke Mäd­chen und Jun­gen brau­chen manch­mal eben auch sel­ber Hil­fe.” Neben den Online­an­ge­bo­ten auf www.pausentaste.de kön­nen sich Kin­der und Jugend­li­che auch kos­ten­los – auch anonym – an die Hot­line des Kin­der- und Jugend­te­le­fons der “Num­mer gegen Kum­mer” wen­den. Sie ist unter der kos­ten­lo­sen Num­mer 116 111 oder per E‑Mail über www.nummergegenkummer.de erreichbar.

Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO.de – Jugend­her­ber­ge aus Borkum

Reisen

Tou­ris­mus in Deutschland

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WIESBADEN – Die Coro­na-Kri­se hat die Tou­ris­mus­bran­che in Deutsch­land schwer getrof­fen: Im Jahr 2020 ver­zeich­ne­ten die Beher­ber­gungs­be­trie­be in Deutsch­land 302,3 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen in- und aus­län­di­scher Gäs­te. Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) nach vor­läu­fi­gen Ergeb­nis­sen mit­teilt, waren das 39,0 % weni­ger als im Jahr 2019. Die Zahl der Über­nach­tun­gen von Gäs­ten aus dem Inland sank im Vor­jah­res­ver­gleich um gut ein Drit­tel (-33,4 %) auf 270,3 Mil­lio­nen. Die Zahl der Über­nach­tun­gen von Gäs­ten aus dem Aus­land war mit 32,0 Mil­lio­nen sogar knapp zwei Drit­tel (-64,4 %) gerin­ger als 2019.

Die­se Ergeb­nis­se zei­gen deut­lich die Fol­gen der Coro­na-Kri­se mit wie­der­hol­ten Beher­ber­gungs­ver­bo­ten oder ‑ein­schrän­kun­gen. So war die Auf­nah­me von Pri­vat­gäs­ten nur bis Mit­te März und von Mit­te Mai bis Mit­te Okto­ber über­haupt mög­lich. In den für die Bran­che beson­ders wich­ti­gen Som­mer­mo­na­ten beein­fluss­ten zudem regio­na­le Beher­ber­gungs­ver­bo­te für Rei­sen­de aus inlän­di­schen Risi­ko­ge­bie­ten das tou­ris­ti­sche Gesche­hen. Im enor­men Rück­gang bei den Über­nach­tun­gen aus­län­di­scher Gäs­te zei­gen sich dar­über hin­aus die Ein­schrän­kun­gen des welt­wei­ten Rei­se­ver­kehrs, bei­spiels­wei­se das von Mit­te März bis Ende Juni 2020 gel­ten­de gene­rel­le Ein­rei­se­ver­bot für Nicht-EU-Bür­ge­rin­nen und ‑Bür­ger.

Über drei Vier­tel weni­ger Über­nach­tun­gen im Dezem­ber 2020 als im Dezem­ber 2019

Auch im Dezem­ber 2020 muss­ten die Beher­ber­gungs­be­trie­be in Deutsch­land star­ke Ein­bu­ßen hin­neh­men. In die­sem Monat konn­ten ledig­lich 6,7 Mil­lio­nen Über­nach­tun­gen ver­bucht wer­den, das waren 78,4 % weni­ger als im Dezem­ber 2019. Davon ent­fie­len 6,0 Mil­lio­nen auf inlän­di­sche Gäs­te (-75,5 %) und 0,7 Mil­lio­nen auf Gäs­te aus dem Aus­land (-89,5 %).

Von den etwa 52 000 sta­tis­tisch erfass­ten Beher­ber­gungs­be­trie­be hat­ten im Dezem­ber ledig­lich rund 60 % bezie­hungs­wei­se 31 000 geöff­net. Das waren noch ein­mal gut ein Vier­tel (25,4 %) weni­ger im Ver­gleich zum Novem­ber 2020 mit 38 800 geöff­ne­ten Betrieben.

Alle Anga­ben bezie­hen sich auf Beher­ber­gungs­be­trie­be (Hotels, Gast­hö­fe und Pen­sio­nen, Feri­en­un­ter­künf­te und ähn­li­che Beher­ber­gungs­stät­ten, Cam­ping­plät­ze und sons­ti­ge tou­ris­mus­re­le­van­te Unter­künf­te) mit min­des­tens zehn Schlafgelegenheiten.

Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bundesamt

Foto: Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO.de

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Herz­stü­cke in Ostfriesland

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“Herz­stü­cke in Ostfriesland”

Ent­de­cken Sie die Herz­stü­cke Ost­fries­lands: Weit weg von Tou­ris­ten­strö­men zeigt Ihnen die­ser Rei­se­füh­rer, wo sie das authen­ti­sche Ost­fries­land ken­nen­ler­nen kön­nen — egal, ob als Ein­hei­mi­scher oder Tou­rist. Bei Aus­flü­gen in der Natur, in Kul­tur­stät­ten und Ver­an­stal­tun­gen, im neu­en klei­nen Lieb­lings­la­den oder bei einem köst­li­chen Stück Kuchen im gemüt­li­chen Café — hier erle­ben Sie Ost­fries­land, wie Sie es noch nicht ken­nen. Tee, Otto und Leucht­tür­me: Ost­frie­si­sche Kli­schees sind weit über die Gren­zen der Nord­see­küs­te bekannt — wer denkt, dass Ost­fries­land nicht mehr zu bie­ten hat, wird von die­sem Buch eines Bes­se­ren belehrt. Abseits bekann­ter Wege war­ten klei­ne und gro­ße High­lights und Geheim­nis­se, die Tou­ris­ten und Ein­hei­mi­schen einen neu­en Blick auf die Regi­on ermög­li­chen. Genie­ßen Sie ein lecke­res Kri­mi-Menü oder bestehen Sie die Prü­fung zum Ostfriesen-Abitur.


Beson­de­res an Nie­der­sach­sens Nord­see­küs­te entdecken

Ver­lags­haus Bruckmann

  • ISBN: 9783734321726
  • Erscheint am 17.02.2021
  • 192 Sei­ten
  • ca. 120 Abbildungen
  • For­mat 12,0 x 18,5 cm
  • Klap­pen­bro­schur mit Fadenheftung

 


Autoren:

Sön­ke Dwen­ger, Wieb­ke Reißig-Dwenger

Wieb­ke Rei­ßig-Dwen­ger und Sön­ke Dwen­ger sind Jour­na­lis­ten, Sön­ke Dwen­ger ist außer­dem Foto­graf. Bei­de sind tief ver­wur­zelt mit der Land­schaft und Lebens­art ihrer Hei­mat in Nord­deutsch­land. Mehr als zwei Jahr­zehn­te haben sie dort an der Nord­see­ku­üs­te als Lokal­re­dak­teu­re gear­bei­tet. Mit Ost­fries­land ver­bin­den sie jah­re­lan­ge Freund­schaf­ten, regel­mä­ßi­ge Arbeits­pro­jek­te in Aurich und Leer sowie die eige­ne Fami­li­en­ge­schich­te in Warsingsfehn.


Herz­stü­cke in Ostfriesland
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